Dashboards zu erstellen ist kein Problem. Es geht schnell, einfach und unkompliziert. Alles andere als einfach ist es dagegen die Dashboards auch verständlich zu erstellen.

Best Practice aus der Fliegerei

Ein schönes Beispiel sind Cockpits aus Flugzeugen. Alle für den Piloten wichtigen Instrumente sind an zentraler Stelle. Eine Best-Practice ist, dass die wichtigsten Instrumente in einem „T“ angeordnet werden: Links der Fahrtmesser, in der Mitte der künstliche Horizont, rechts der Höhenmesser und unter dem künstlichen Horizont befindet sich der Kompass.
Damit kann der Pilot sich extrem schnell einen Überblick über alle wichtigsten Parameter verschaffen und damit beurteilen, ob alles so ist wie es sein soll. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass diese Parameter einzeln für sich betrachtet eventuell gute Werte darstellen können. Es ist aber sehr wichtig sich die einzelnen Parameter in Verbindung mit den anderen zu betrachten! Die Geschwindigkeit und die Höhe können stimmen. Allerdings bringt das nichts, falls man in die falsche Richtung fliegt.

Diese Grundüberlegung lässt sich auch auf Dashboards in Business-Kontext überführen. Das schönste Dashboard bringt dem Anwender nichts, falls es nicht die Informationen enthält die für ihn wichtig sind.
Und selbst wenn sie enthalten sind, sollten sie im besten Fall auch noch so angeordnet sein, dass es für den Anwender einfach ist sie im Zusammenhang beurteilen zu können.

Grundüberlegung

Wenn man also darum gebeten wird schnell ein Dashboard zu erstellen, sollte man sich trotzdem immer die Zeit nehmen um herauszufinden, welche Infos für den Anwender denn überhaupt wichtig sind. Folgende Fragestellungen können für die Erstellung durchaus hilfreich sein:

  1. Für wen ist das Dashboard?
  2. Welche Informationen soll es enthalten?
  3. Wie spielen diese Informationen zusammen?
  4. Welche Fragen wünscht sich der Anwender mit dem Dashboard zu beantworten?
  5. Wie detailiert sollen die aufbereiteten Informationen sein?
  6. Welche Darstellungsform sind für die Informationen für die Beantwortung der Fragen am sinnvollsten?

Diese Liste lässt sich mit einigen Fragen noch weiter fortführen und soll zeigen, dass man zwar mal schnell ein Dashboard erstellen kann, es dann aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht zufriedenstellend sein wird. Weder für den Anwender des Dashboard noch für den Ersteller des Dashboards!

Übung

In Trailhead, der kostenlosen Lern-Platform von Salesforce gibt es zu dieser Thematik verschiedene und nützliche Übungen. Diese beinhalten ebenfalls verschiedene Grundüberlegungen zu dem Design von Einstein Analytics Anwendungen. Eines davon kann hier gefunden werden.

Nach welchem Design-Überlegungen geht ihr vor? Was sind eure Best-Practice Empfehlungen?

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